Chronik

Aufzeichnungen

Aufzeichnungen von Peter Maurer, Präsident 1993 - 2010

 

1989 - 1998

 

 

1989 übergab nach 16-jähriger Vorstandstätigkeit Ueli Theilkäs das Präsidium an Werner Pfund. Ihm oblag nun die undankbare Aufgabe die von den Behörden erlas­senen neuen Vorschriften durchzusetzen. Nicht der Bauordnung entsprechende Häuschen müssen nun bei Pächterwechsel angepasst oder abge­brochen werden. An der Generalversammlung vom 20. Januar 1990 wurde ein auch für die übrigen Pünten­vereine wegweisender Antrag in die Statuten aufgenommen; bei Pächterwechsel darf für ein neues Gartenhaus maximal Fr. 4'000.-- verlangt werden. Bei Uneinigkeit zwischen altem und neuem Pächter legt der Vor­stand den Preis fest. Dank diesem Passus sind die Gärten auch wieder für junge Fami­lien erschwinglich. Das neue Sy­stem hat sich bereits gut eingespielt.
 

 

1991 und 1992 wurde ein Teil des Zauns im Frondienst erneuert. Auf die Generalver­samm­lung vom 29. Januar 1993 reichte Werner Pfund den Rücktritt aus dem Vorstand ein. Da kein Nach­folger gefunden werden konnte, übernahm ich (Peter Maurer) bisher Vize­präsident, wohl oder übel das Amt. Leider gaben Margrit und Werner Pfund gleichzeitig die Stüblilei­tung ab. Als neue Wirtin, mit entsprechendem Patent, stellte sich erfreulicherweise Frau Beatrice Kasparek zur Verfügung.
 

 

Im Juni 1995 wurden die Präsidenten der Ustermer Püntenvereine ins Stadthaus geladen. Die Finanzchefin, Frau E. Surbeck erklärte uns, dass die Stadtverwaltung im Zuge der Me­lioration eine Erhöhung des Pachtzinses von bisher Fr. 30.-- pro Are auf neu Fr. 150.-- pro Are verlangen wolle. Gegen diesen massiven Aufschlag, mitten in der Rezession, wehrten wir uns. Wir haben viele Arbeitslose und Frühpensionierte, denen ein solcher Aufschlag zu schaffen macht. Es konnte folgender Kompromiss ausgehandelt werden; ab 1996 Fr. 60.-- pro Are, ab 1999 Fr. 80.-- pro Are und ab 2002 bis mindestens 2007 Fr. 100.-- pro Are.
 

 

In den Jahren 1995 und 1997 wurde der Parkplatz im Frondienst saniert. Die Fahnenmasten und Fahnen mussten ersetzt werden. Die Witterung hat ihre Spuren hinterlassen. Leider mussten infolge Unbelehrbarkeit einiger Pächter folgende Dienstleistungen des Ver­eins eingestellt werden: Feuerstelle, Abfallmulde und nun auch noch der Shredderplatz.
 

 

Das bisher letzte Gartenfest mit Festzelt fand im Jahre 1992 statt. Seither wird jähr­lich unter der Stüblileitung anfangs August ein Grillplausch im Freien durchgeführt. Dass das eher improvisierte gemütli­che Zusammensitzen mit Musikanten aus dem Verein eher ankommt, beweisen die jeweils bis zu 100 Gäste.
 

 

Für die nächsten 50 Jahre wünsche ich den Gartenfreunden Erholung vom Alltag und viele gesellige Stunden in unserem Areal. Ich hoffe, dass diese Oase der Ruhe für die nächsten Generationen so erhalten bleibt und nicht zum Freizeitpark verkommt.

 

 

Peter Maurer